Pressemitteilung – „‚Wiedergeburt‘ eines Kinos in Kirchheim unter Teck“

Nach der Eröffnung des koki Anfang Februar 2026 erscheint nun die Pressemitteilung „‚Wiedergeburt‘ eines Kinos in Kirchheim unter Teck“ von Günter Hörcher im Heft 1/26 der Zeitschrift Kinema Kommunal, herausgegeben vom Bundesverband kommunale Filmarbeit.

„‚Wiedergeburt‘ eines Kinos in Kirchheim unter Teck“

Ende Januar 2026 feierten die Kino-Enthusiast*innen in Kirchheim u. Teck die „Wiedergeburt“ des Kinos in ihrer Stadt. Im September 2023 gingen im „Tyroler“ die Lichter aus. Das kleine, gemütliche „Wohnzimmerkino“ war das letzte von einstmals bis zu fünf Kinos im baden-württembergischen Kirchheim unter Teck – einer Kommune mit 42.000 Einwohnerinnen an der A8 zwischen Stuttgart und Ulm.
Seit 1911 gab es hier durchgehend Kino.

Bereits Anfang 2023 hatten Insider erfahren, dass nach dem „Central“ nun auch das „Tyroler“ schließen würde. Im Kontakt mit Ulrike und Eberhard Frech, den bisherigen Betreibern, entstand die Idee, einen Verein zu gründen und das „Tyroler“ als „Kommunales Kino Kirchheim“ in Vereinsregie weiterzuführen. Die Frechs waren bereit, dem Verein die komplette Innenausstattung und die Technik zum „Freundschaftspreis“ zu überlassen. Der Verein hoffte, das Kino nahtlos fortführen zu können und Mitte Oktober die ersten Filme zeigen zu können. Die Voraussetzungen schienen günstig: Die Stadt Kirchheim hatte das Gebäude gekauft, weil sie an dieser Stelle langfristig ein umfangreiches Umgestaltungsprojekt plante. Das Thema sollte gleich im Juli 2023 auf die Tagesordnung des Gemeinderats. Allerdings setzten Auflagen des Brandschutzes sowie äußerst hohe Kostenvoranschläge dem Projekt ein Ende. Alternative Standorte wurden gesucht und diskutiert.

2025 sah der Verein als letzte realistische Möglichkeit die ebenfalls städtischen Räumlichkeiten des ehemaligen „Stadtkino“, das allerdings schon 20 Jahre kein Kino mehr war. Die Stadtverwaltung signalisierte Bereitschaft, dem Verein das Gebäude mietfrei zu überlassen. Nach anfänglicher Skepsis überzeugte vor allem ein Vorstandsmitglied die zahlreichen Engagierten von der Perspektive „Stadtkino“. Nach dem positiven Gemeinderatsbeschluss machten in monatelanger harter Arbeit über 70 Ehrenamtliche und eine großen Zahl privater Spender und Sponsoren „ihr“ Kino startklar. Seit 1. Februar 2026 ist das „koki“ für das Publikum geöffnet.

Pressemitteilung von Günter Hörcher, veröffentlicht in der Zeitschrift Kinema Kommunal Ausgabe 1/26
veröffentlicht von Redaktion
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